Ziele für Reinickendorf

DGB Kreisverband Reinickendorf

Für eine solidarische Gesellschaft

Wir treten für eine solidarische und gerechte Gesellschaft , gegen Ausgrenzung und Rassismus ein. Arbeit und Einkommen müssen gerecht verteilt werden und Menschen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Sexualität oder Beeinträchtigungen die gleichen Chancen erhalten.

Seit seiner Gründung 1949 ist der DGB dem Prinzip der Einheitsgewerkschaft verpflichtet. Er ist – wie seine Mitgliedsgewerkschaften – pluralistisch und unabhängig, aber keineswegs politisch neutral. Wir beziehen klar Position im Interesse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Wir sehen uns in einem zunehmenden Maße den Bedrängnissen der modernen

Arbeitswelt und neuen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Abhängigkeiten ausgesetzt. Dieses führt zu neuen Formen der Ausgrenzung, Abgrenzung und des Rassismus.

Die Besinnung auf solidarischen Grundwerten des Zusammenlebens wird für uns umso dringender.

Eine solidarische Gemeinschaft fängt auf kommunaler Ebene an, daher fordern wir in diesem Sinne für Reinickendorf:

Gute Arbeit“ in Reinickendorf

„Gute Arbeit“ für alle. Im Bezirk Reinickendorf sollen Betriebe und Unternehmen unterstützt werden, die bestehende Arbeitsplätze sichern und neue schaffen.

  • Das Bezirksamt Reinickendorf soll seine Vorbildfunktion als Arbeitgeber ernst nehmen. Dazu gehört eine Zusammenarbeit mit Beschäftigte und ihren Arbeitnehmervertretungen:
    • bei der Organisation der Arbeit,
    • bei der Erstellung von Personalentwicklungsplänen,
    • bei organisatorischen Veränderungen.

Die Entwicklung einer „Gesprächskultur“ muss einen hohen Stellenwert haben.

  • Das Bezirksamt Reinickendorf sollen Arbeitsplätze generell als Vollzeitarbeitsplätze ohne Befristung angeboten werden. Sollten Beschäftigte die Möglichkeit zur Arbeitszeitflexibilisierung/Teilzeit zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf wünschen ist ihnen das zu ermöglichen.
  • Das Bezirksamt soll so weit wie möglich mind. die Quote für integrative Arbeitsplätze (für Menschen mit Behinderungen) erfüllen.
  • Bei einem Anteil in einem Bereich von über 70 % eines Geschlechts soll bei gleicher Eignung, das jeweils andere Geschlecht eingestellt werden.
  • Das Bezirksamt soll anstreben, den Anteil von MitarbeiterInnen mit Migrationshintergrund zu erhöhen.
  • Das Bezirksamt soll weitgehend auf folgende Punkte verzichten:
    • Honorarverträge, Zeitverträge und Leiharbeit (Arbeitnehmerüberlassung).
    • prekäre Arbeitsverhältnisse, insbesondere in Kultureinrichtungen wie VHS und Musikschulen.
    • Ausgliederungen von Arbeitsgebieten und Aufgabenbereichen, Tarifflucht und Lohndumping.

Im Außenverhältnis soll das Bezirksamt die Einhaltung dieser Prinzipien von den mit der Durchführung von Aufgaben beauftragten Unternehmen fordern und überprüfen. Das gleiche gilt auch für Institutionen die Zuwendungen erhalten.

Ausbildung in Reinickendorf

  • Es darf keine Benachteiligung von jungen Menschen ohne oder mit „einfachem“ Schulabschluss, sowie von jungen Menschen mit Migrationshintergrund und/oder Behinderungen gebe. Wir können auf Niemanden verzichten!

Gerade diese Jugendlichen finden sich in den Warteschleifen der sogenannten Übergangssysteme wieder, ohne eine Zukunftsperspektive zu haben. Hierzu fordern wir das Bezirksamt auf, Schritte für eine Chancengleichheit einzuleiten.

  • Seit Jahren zeigt sich, dass es einen Mangel an jungen, gut ausgebildeten Fachkräften gibt, daher fordern wir, die Anzahl der Ausbildungsplätze erheblich auszuweiten. Um die Leistungsfähigkeit sicher zu stellen.
  • Unternehmen, die ausbilden, sollten bei der Auftragsvergabe bevorzugt werden.
  • Die jährliche Vergabe des Ausbildungsbuddys soll fortgesetzt und im Bezirk bekannter gemacht werden, damit Unternehmen motiviert werden, qualitativ gute Ausbildung zu garantieren.

Integration von Menschen mit Behinderungen

  • Weitere sinnvolle Absenkungen an Straßenecken und Übergängen für Rollstuhlfahrer bzw. Gehbehinderte (ohne dass Sehbehinderte in ihrer Mobilität behindert werden). Die vorhandenen reichen nicht aus, man muss teilweise lange Wege in Kauf nehmen um an abgesenkte Ecken zu kommen.
  • Grünphasen an Ampeln so zu gestalten, dass jeder Straßen gefahrlos zu überqueren kann.
  • Der Bezirk soll auf die Unternehmen des ÖPNV einwirken, dass Rolltreppen bzw., Aufzüge schneller repariert werden. Zudem sollen Sehbehinderte an Haltestellen bessere Informationen erhalten (z.B. mittels akustische Ansage der Linie).
  • Bessere und vermehrte Hinweisschilder in Einkaufszentren für behindertengerechte Toiletten.
  • Umsetzung der Bauordnung des Senats: bei Arztpraxen, Veranstaltungen, öffentlichen Gebäuden usw.
  • Bessere personelle Ausstattung des Begleitservice.
  • Bei öffentlichen Veranstaltungen sollte bei der Einladung gefragt werden ob ein Gebärdendolmetscher benötigt wird.